07.04.2014

Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes kritisiert Kürzungen

DSV-Sportdirektor Maier ist besorgt
Trotz einer Medaillenerfolge bei den Winterspielen in Sotschi ist die Gesamtbilanz der deutschen Skifahrer eher bescheiden ausgefallen. Inwieweit man sich in den nächsten Jahren über weitere Erfolge von Athleten des DSV freuen kann, bleibt durch die aktuellen finanziellen Entwicklungen kaum vorhersehbar. Wolfgang Maier, Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes, warnt in einem aktuellen Interview mit der Berliner Zeitung vor intensiven Verteilungskämpfen rund um Fördergelder, die im Vergleich zum Vorjahr noch geringer ausfallen werden.

So bestätigte Maier im Interview, dass alle Sparten des DSV in der kommenden Saison mit einer Kürzung von zehn Prozent ihres Etats leben müssten, zumal keine öffentliche Förderung des Verbandes stattfände.

Umstrukturierungen als finanzielles Problem

Die wesentliche Herausforderung der letzten Jahre sei nach Maier vor allem die Hinzunahme neuer Disziplinen, die mittlerweile olympisch sind und somit auch durch den DSV abgedeckt werden sollten. Da im Zuge dieser Entwicklung kein zusätzliches Geld für die Verbandsarbeit bereitstünde, müssten die vorhandenen finanziellen Mittel auf mehrere Schultern verteilt werden, was für die einzelnen und etablierten Bereiche faktisch zur Kürzungen führt.
Auf lange Sicht befürchtet der Sportdirektor sogar einen Rückfall des deutschen Skisportes in die Zweitklassigkeit, falls keine öffentliche Förderung stattfinden wird oder in anderer Weise finanzielle Mittel für den deutschen Skisport bereitstünden. In seinen Augen ist aktuell nicht absehbar, dass sich derartige Geldgeber zeitnah auftun würden.

Steigende Preise im Skizirkus ein Problem

Unabhängig von der fehlenden Förderung wies Maier auf die steigenden Kosten hin, die über die letzten Jahre alle Disziplinen und Athleten betreffen. Neben der Ausstattung mit Material und der Finanzierung verbandsinterner Infrastrukturen sind es bereits elementare Aspekte wie die Finanzierung von Flügen und Hotels, die fortwährend zu einem größeren Preistreiber werden.

Sollte seitens der öffentlichen Hand weiterhin kein Interesse für eine gezielte Finanzierung gegeben sein, müssten sich deutsche Skifans in den nächsten Jahren auf weniger Erfolge und Medaillen einstellen. Dass eine intensive Förderung einzelne Sportarten zu erkennbaren Erfolgen führt, machte Maier anhand der deutschen Rodler deutlich und hofft insgeheim, von einer ähnlichen Unterstützung des Verbandes zu profitieren.
Author: 07.04.2014 Redakteur: Expertin für
Quellen & Bilder: © Salome - Fotolia.com
Dir gefällt der Artikel? Empfehl ihn weiter:
0 Kommentare zum Artikel:

Ihr Kommentar


Dir gefällt der Artikel? Empfehl ihn weiter:
Die Autorin des Artikels:
Author:



Expertin für
Althoff Seehotel Überfahrt Seehotel Überfahrt Jetzt das attraktive Weihnachtsspecial buchen! Hoteltipp!
Parkhotel Schönblick Parkhotel Schönblick Kurztrip 3 Nächte mit Skipass - ab 330 EUR! Hoteltipp!
werben auf Ski.de