Skitrends für Frauen – Dynamik, Technik und Design vereint

Rasante Abfahrten, gemütlicher Langlauf und entspannte Stunden im Après Ski – bei den Wünschen für einen gelungenen Winterurlaub gibt es keinerlei Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Geht es um die Auswahl von Skiern oder der passenden Bekleidung für die Piste und danach, sieht es anders aus.

Viele Hersteller von Sportartikeln bis zur Modebranche setzen und folgen Trends, um sich mit ihren Artikeln explizit an Frauen aller Generationen zu richten. Beim Material für die Piste sind die Unterschiede zu Herrenequipment zwar marginal, nehmen jedoch unmittelbar Einfluss auf die Fahrdynamik und steigern den Fahrspaß von Frauen jeden Alters.

Was unterscheidet den Damenski vom Herrenmodell?

Beim Blick auf die Produkt- und Markenvielfalt der Skihersteller zeigt sich: Damen- und Herrenski werden genauso wie Unisex-Modelle beworben. Dies legt Unterschiede zwischen den verschiedenen Skiern nahe, bei manchen Herstellern handelt es sich jedoch um reine Marketingzwecke. In Länge, Passform und Material sind Skier für Damen und Herren identisch, lediglich Farbgebung und Design greift klassisch weibliche Vorlieben auf. Werden dieser Skier dann noch teurer als das Herren- oder Unisexmodell verkauft, ist Vorsicht geboten.

Dennoch gibt es effektive Unterschiede zwischen Skiern, die für Damen gefertigt und verkauft werden. In erster Linie werden diese mit Unterschieden in der Fahrweise begründet. Männer sind im Durchschnitt an einer etwas dynamischeren bis waghalsigeren Fahrweise interessiert. Außerdem bringen sie häufiger etwas mehr Muskelkraft als Damen mit auf die Piste. Im Gegenzug sind die meisten Frauen an einer ruhigeren und eleganteren Fahrweise interessiert. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel: Wer als Frau athletisch und rasant durchstarten möchte, trifft mit einem als Herrenski beworbenen Modell die bessere Wahl.

Im Material wirken sich die unterschiedlichen Vorlieben in den Fahrweisen vorrangig durch drei Aspekte aus, die bereits bei der Fabrikation einfließen:

  • Verwendung leichterer Materialien
  • Verlagerung des Montagepunktes nach vorne
  • Weicherer Materialcharakter für höhere Biegsamkeit

Das geringere Gewicht verleiht dem Damenski eine größere Laufruhe, außerdem sind diese Skier natürlich leichter zu tragen und transportieren. Die weichere Abstimmung des Materials verleiht den Skiern eine größere Wendigkeit und verhilft zu einem eleganteren Laufstil. Hier ist auf das individuell angenehme Zusammenspiel mit dem Gewicht der Damenskier zu achten, da sich die höhere Elastizität negativ auf die Laufruhe auswirkt. Durch das Versetzen der montierten Bindung findet eine Entlastung des hinteren Skis statt, was das Drehverhalten auf der Piste spürbar erleichtert.

Unisex-Ski statt Damen-Ski – eine sinnvolle Wahl?

Bei verschiedenen Marken und Produktserien wird die strikte Auftrennung zwischen Herren- und Damenski aufgegeben. Stattdessen werden die Markenski als Unisex-Modelle vertrieben, d. h. sie richten sich gleichermaßen an Damen und Herren. Auf den ersten Blick liegt oft ein Hybrid aus Damen- und Herrenmodellen vor. Die oben genannten Eigenschaften echter Damenski fließen zwar ein, allerdings nur in gemäßigter Form. Außerdem interpretiert jeder Hersteller das Unisex-Konzept minimal anders. Je nach Anbieter macht es keinen Unterschied, ob die Wahl auf einen Damen- oder Unisex-Ski fällt.

Wen die strikte Auftrennung von Damen- und Herren-Ski stört, sollte diese Begriffe eher als Symbole für unterschiedliche Fahrverhalten auf der Piste ansehen. Wer es sportlich, kraftvoll und dynamisch mag, kauft unabhängig vom Geschlecht einen Herrenski. Wird ein ruhiges und elegantes Farben auf einfachen und mittleren Pisten gewünscht, sind Damenmodelle die richtige Wahl. Unisex-Modelle runden das Ganze als Allrounder ab, der markenabhängig mehr oder weniger in Richtung Herren- oder Damenski zeigt.

In allen Fällen gilt: Design und Farbe machen oft den deutlichsten Unterschied zwischen verschiedenen Skiern der gleichen Produktserie aus. Manche Skifreunde können dies ausblenden und begeben sich problemlos mit einem Ski auf die Piste, der im Design eher für das andere Geschlecht gemacht wirkt. Ansonsten decken Unisex-Ski oft ein breites Farbspektrum ab, so dass in jedem Fall mit einem individuell stimmigen Modell durchgestartet werden kann.

Skibindungen und Skischuhe – Besonderheiten für Damen

Während es bei Skiern noch echte Unterschiede in Material und Bauweise gibt, wird die Auswahl geeigneter Skibindungen zum modischen Feature. Im Regelfall unterscheiden sich diese nur in der Farbe, beim Skikauf ist dennoch die vorhandene Grundeinstellung zu beachten. Aus der Erfahrung heraus, dass Frauen eher im gemäßigten Tempo fahren, verbauen Markenhersteller nicht selten leichtere Bindungen. Diese tragen nicht zur erhöhten Sicherheit beim Fahren bei, obwohl gerade diese von Frauen gewünscht wird – und dies oft nur, um einige Euro bei der Produktion einzusparen. Eine kompetente Beratung beim Kauf ist zu empfehlen, oft ist das Nachrüsten einer stabileren Bindung in der individuellen Wunschfarbe ratsam.

Der Kauf von Skischuhen für Damen ist komplexer, hier spielen trotz aller Gleichheit der Geschlechter echte Unterschiede ein. Frauen sind im Durchschnitt kleiner als Männer, haben die kleineren Füße und machen im Alltag kleinere Schritte als Herren. Damit der Skischuh richtig am Damenfuß sitzt, sollte dieser deshalb eine schlankere Passform aufweisen. Außerdem wird eine bessere Stabilisierung des Fußes benötigt, da dieser bei Unisex-Skiern einen Ski gleicher Größe mit einem kleineren Fuß steuert. Bei Markenmodellen wird dies am häufigsten mit einer Stärkung des Fersenbereiches umgesetzt.

Und auch wenn es viele Frauen nicht gerne hören: Im Durchschnitt haben sie die etwas kräftigeren Waden. Hier lohnt die Investition in Skischuhe mit einem ausreichend breiten Schaft, der bei hochwertigen Modellen sogar verstellt werden kann. So sehr sich weibliche Skifreunde auch das Durchstarten auf „schlanken Beinen“ wünschen – eine rein modisch motivierte Entscheidung beim Schuhkauf kann sich auf der Piste als schmerzhaft erweisen. Wer möchte schon über Stunden hinweg mit einschneidenden Skischuhen im Wadenbereich unterwegs sein?

Geschützt sein und sich wohlfühlen – die Entscheidung benötigt Zeit

Manche Frau kennt das Schicksal beim Kauf eines Helms oder einer Brille: Während der Partner ungeduldig auf die Uhr zeigt, fällt die Entscheidung zwischen fünf attraktiven Modellen schwer. Hier heißt es: Ruhe bewahren und sich genau überlegen, mit welchen Accessoires auf die Piste gegangen werden soll. Nicht nur in der Damenwelt wird die Reise in den Skiurlaub immer häufiger zu einem Lifestyle-Event, bei dem das richtige Auftreten eine Rolle spielt. Die meisten Markenhersteller sind hiermit vertraut und bieten längst Zubehör und Skimode an, die sich an den neusten Trends der Branche orientieren.

So sehr der ästhetische Auftritt auf der Piste oder im Après Ski im Vordergrund steht – Sicherheit und Funktionalität dürfen nicht auf der Strecke bleiben. Dies gilt nicht zuletzt für den Preis, der in Skiequipment für Damen investiert wird. Wenn einige Euro mehr investiert werden, sollte das Geld vor allem der Sicherheit auf Pisten und Loipen zu Gute kommen und nicht einfach nur einem renommierten Markenlogo auf der Skibrille dienen. Letztlich entscheidet das persönliche Wohlgefühl, mit welcher Skimode Damen ihre Skireise antreten möchten und welchen Schutz sie sich von den ersten Schwüngen bis zu waghalsigen Abfahrten wünschen. 

Spezielles Equipment für Frauen hautnah antesten

Die Begeisterung von Frauen für den Skisport ist über die letzten Jahrzehnte stetig gestiegen. Neben dem reinen Rennsport gilt dies für den Freizeitbereich, wobei immer mehr Skimarken mit eigens entwickelten Kollektionen für Damen auf sich aufmerksam machen. So ist beispielsweise der renommierte Skihersteller Blizzard mit seinem „Women for Women“-Projekt durchgestartet. Bei diesem haben erfahrene Ski-Rennläuferinnen an der Entwicklung von Skiern und Skischuhen mitgeholfen, die ein besseres Fahrverhalten für die Damenwelt auch im Freizeitbereich zusichern sollen.

So attraktiv und groß die Vielfalt an Skiern und Zubehör für Frauen auch ist – pauschal sind solche Damenmodelle nicht für jede Frau besser geeignet. Wichtig ist, bei der gesamten Ausrüstung für den nächsten Skiurlaub einen persönlichen Test vorzunehmen. Gerade für Einsteigerinnen nützt es nichts, beim Ski fahren in teure Markenqualität zu investieren, die dem eigenen Fahrverhalten und den sportlichen Zielen nicht entsprechen. Dies gilt umso stärker für Frauen, die in ihren sportlichen Vorstellungen oder den Körpermaßen nicht dem Durchschnitt entsprechen.

Sehr große oder kleine Frauen sind auf eine Anpassung des Materials angewiesen, gleiches gilt für Faktoren wie das Körpergewicht und die Erfahrung auf Skiern mit dem gewünschten und realisierbaren Fahrverhalten. Gute Beratung und das Antesten unterschiedlicher Skier, Skischuhe, Bindungen & Co. legen die Grundlage für ein sportliches Vergnügen, mit dem Frauen unabhängig von Alter und Erfahrung gerne wieder in den Skiurlaub durchstarten.

Weitere informative & ausführliche Artikel findest Du in unserem Ski.de Magazin.

Bildrechte: Fotolia.de #102736553, #131886281, #128224427 - weitere Bilder dank Pixabay tookapic