04.12.2013

Kunstschnee oder Naturschnee – Auswirkungen auf die Skipflege

Das Skivergnügen ist im großem Maße abhängig von der Qualität des Schnees Mit jeder Wintersaison stellt sich für jeden Skifahrer die spannende Frage: Sorgt die natürliche Witterung für ausreichend Naturschnee oder muss die Schneekanone zum Einsatz kommen? Die Frage wirkt sich erheblich aufs eigene Skivergnügen aus, vor allem auf die Pflege und Instandhaltung des eigenen Skipaars.

Wer bereits auf beiden Untergründen unterwegs war, kennt die Unterschiede beim Fahrgefühl, über die Auswirkungen auf die Skier selbst wird sich jedoch nur selten Gedanken gemacht. Dabei kann gerade bei häufigen Fahrten auf Kunstschnee der Ski erheblich leiden und das Fahrvergnügen einschränken, wenn nicht rechtzeitig zu den richtigen Maßnahmen gegriffen wird.

Verschleiß auf Kunstschnee größer

Natürlich fallender Schnee zeichnet sich zunächst durch seine Lockerheit aus, die erst beim häufigen Überfahren für eine festere Unterlage sorgt. Bei künstlichem Schnee sieht dies anders aus, der bereits beim ersten Fahren als festere und robustere Unterlage wahrgenommen wird. Dies nimmt unmittelbar Auswirkungen auf die Kanten des Skis, die durch den größeren Widerstand schneller abrunden und hierdurch einen größeren Verschleiß aufweisen. Wer einige Abfahrten bzw. Kilometer auf Kunstschnee zurückgelegt hat, wird nicht um die Aufbesserung seines Skipaar herumkommen, um sich durch die Abstumpfung nicht unnötig auszubremsen. Natürlich gefallener Schnee ist locker und macht in jedem Fall Laune

Auswirken auf den Belag deutlich spürbar

Dass es Unterschiede zwischen Naturschnee und Kunstschnee gibt, werden auch unerfahrene Skifahrer schnell erkennen. Der Grund hierfür liegt in der Zusammensetzung der Schneekristalle, deren Struktur bei Kunstschnee durch die Reibung schneller verbrennt und für eine Entschleunigung des Skis sorgt. Als Skifahrer lässt sich hierauf nur mit einem häufigeren Nachwachsen reagieren, wobei der Art des Wachses eine wesentliche Rolle zufällt. Hier heißt es gerade für Laien, im Fachgeschäft vor Ort den richtigen Wachs zu erhalten. Lokale Anbieter sind mit den jeweiligen Gegebenheiten vertraut und können bei Natur- und Kunstschnee gleichermaßen den richtigen Wachs anbieten.

Mit der richtigen Skiwahl auf die Schneeart reagieren

Wer sich mit dem Kauf neuer Skier beschäftigt und genau weiß, welche Art von Schnee ihn am Urlaubsort erwartet, kann diese Erkenntnisse in den Kauf einfließen lassen. Nasser Sulzschnee, wie er am häufigsten in natürlicher Form auftritt, lässt sich perfekt mit einem Allroundski meistern, der zur Not auch auf Kunstpisten eingesetzt werden kann. Wer mit einem härteren Belag rechnet, wie er bei Kunstschnee üblich ist, sollte eher zum Spezialski für diese Pistenart greifen. Bereits unabhängig von der Pflege und mit dem regelmäßigen Wachsen ist dies der wertvollste Beitrag, um die beste Grundlage fürs Abfahrtsvergnügen zu schaffen. Wer im Vorfeld seine Skier wachst, sollte Heißwachs der mittleren Kategorie aufbügeln, der für Außenverhältnisse bis zu minus zehn Grad optimal ist. Der Fachhandel bietet auch Wachs für wärmere Pisten an, der durch Farbcodierung von anderen Wachsarten zu unterscheiden ist und noch später aufgetragen werden kann. So oder so: Schnee fasziniert und ist seit jeher Dreh- und Angelpunkt in der Skiwelt

Mit mehreren Paar Ski in den Urlaub?

Wer mit dem eigenen Auto anreist, wird das Mitnehmen mehrerer Paar Ski als unproblematisch empfinden. Dennoch werden es die meisten Skifreunde als umständlich und kostspielig empfinden, für jede Art und Beschaffenheit von Schnee das passende Skipaar mit sich zu führen und hierdurch zur optimalen Abfahrt zu gelangen. Wer neu im Skizirkus unterwegs ist, kann getrost zu einem Allrounder greifen und mit regelmäßigem Wachsen zu einer gehobenen Performance gelangen. Lediglich bei höheren Ansprüchen und wechselnden Fahrten in unterschiedlichen Regionen und auf diversen Pisten sollte über die Anschaffung von Spezialski nachgedacht werden. Natürlich geht es hierbei nicht nur darum, alle Geschwindigkeitsrekorde zu brechen, sondern einfach zu einem unbeschwerten Fahrvergnügen ohne unnötiges Ausbremsen durch die falsche Skiart oder eine mangelhafte Pflege zu gelangen.

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Author: Sandra Stillschweig 04.12.2013 Redakteur: Sandra Stillschweig Expertin für Ski News & Trends
Quellen & Bilder: fotolia.de
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