14.11.2013

Carving Ski - was steckt dahinter?

Carving-Ski – selbst bei normalen Abfahrten mittlerweile unverzichtbar? Ob als Anfänger oder erfahrener Skifahrer – die wesentliche Freude beim Abfahrtslauf entsteht durch den Rausch der Geschwindigkeit. Über die letzten Jahrzehnte wurde intensiv am Laufverhalten zeitgemäßer Ski gearbeitet, damit die Geschwindigkeit auch bei abbremsenden Bewegungen, z. B. in Kurvenlagen, erhalten bleibt.

Der Carving-Ski gilt als modernste Variante, die für eine möglichst hohe Geschwindigkeit auf allen Abfahrtspisten steht und vor allem junge Skifahrer begeistert. Wer eher ein gemächliches Fahrtempo bevorzugt, dürfte beim Blick in einen gut sortierten Ski-Shop eine Überraschung erleben: Selbst konventionelle Skimodelle werden verstärkt von Carving-Ski verdrängt.

Grundlegende Bedeutung des Carvings auf Skipisten

Die Entwicklung der Carving-Ski ist primär der Erfindung des Snowboards zu verdanken. Von diesem übernehmen die besonderen Ski die schlankere Mitte, gesprochen wird von der taillierten Fertigungsweise. Während konventionelle Ski über ihre gesamte Länge hinweg nicht über entsprechend schlankere Formen verfügten, ist dies ein wesentliches Erkennungszeichen des Carving-Skis. Zudem sind diese etwas kürzer als herkömmliche Modelle und ermöglichen das Fahrern kleinerer Radien. In der Konsequenz wird es möglich, Kurven enger zu nehmen und hierdurch die aufgenommene Geschwindigkeit länger zu halten. Die ausbleibende Bremswirkung macht es notwendig, einen speziellen Fahrstil zu erlernen, der ebenfalls als Carving bezeichnet wird.

Führende Modelle auf dem internationalen Skimarkt

Auch wenn viele Skimodelle namhafter Hersteller nicht explizit als Carving-Ski vermarktet werden, verdient ein Großteil der zeitgemäßen Skier diesen Begriff. Im Vergleich zu Standard-Skiern vor einigen Jahrzehnten hat sich die Länge bei sämtlichen Modellen reduziert, außerdem ist die Verschlankung der Skimitte zu einem Standard in der Anfertigung geworden. Kein Markenhersteller möchte sich schließlich den Ruf gefallen lassen, bewusst Maßnahmen zu treffen, die eine Verlangsamung des Skis auf der Piste begünstigen. Die Suche nach einem Ski, der nach Kriterien der Anfertigung kein Carving-Ski ist, dürfte somit schwierig werden. Dies gilt umso stärker im Skiverleih der großen Ferienregionen, die immer stärker auf die Vorlieben jüngerer Pistenfreunde eingestellt sind und kurze Carving-Ski als Standard führen. Ein Großteil der zeitgemäßen Skier sind Carving-Modelle

Bewusstes Carving mit Carving-Skis vermeiden – geht das überhaupt?

So sehr die Dynamik des zeitgemäßen Skimodells geschätzt wird – gerade für Anfänger sind zu kurze Carving-Ski nicht geeignet. Dennoch sollte sich niemand Sorgen machen, dass ihm der Ski während der ersten Abfahrt sprichwörtlich fortläuft und selbst in Kurven ein zu hohes Tempo aufnimmt. Auch wenn theoretisch eine größere Sturzgefahr mit diesem dynamischeren Skimodell besteht, ist der Skifahrer die alles entscheidende Komponente. Das Abbremsen als grundlegendes Manöver wird schließlich schon in der ersten Skistunde vermittelt und ist mit herkömmlichen Modellen ebenso wie mit Carving-Ski möglich. Ein Oberklasse-Fahrzeug mit 400 PS lässt sich schließlich auch für eine gemächliche Landpartie einsetzen, ohne das Maximum an Leistung und Dynamik ausnutzen zu müssen.

Grundlegende Gedanken zum Kauf der Carving-Ski

Wer sich Skier im nächsten Urlaub nicht ausleihen möchte, sondern mit einem eigenen Paar unterwegs sein will, wird bei der Anschaffung von Carving-Ski auf diverse Modelle treffen. Gerade als Laie sollte hier aufgepasst werden, damit nicht schon die grundlegende Bauart für eine zu große Dynamik sorgt. Sobald der Zusatz GS (Giant Slalom) auftaucht, darf von einem Race-Carving-Ski ausgegangen werden, auch spezielle Freerider für sehr tiefen Schnee und Supercross-Carver stellen zu Beginn der Skikarriere eine ungünstige Wahl dar. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, entscheidet sich für einen Allrounder, der für sämtliche Schneetiefen geeignet ist und selbst kleinere Fahrfehler nicht gleich mit einem Sturz beantwortet. Skischulen vertrauen besonders gerne auf den Fun-Carver, über die letzten Jahre wird dieser jedoch stärker über den Slalom-Carver als taugliches Einstiegs- und Lernmodell ersetzt.

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Author: Bianca Holthusen 14.11.2013 Redakteur: Bianca Holthusen Expertin für Mode, Trends, Unterkünfte
Quellen & Bilder: fotolia.de
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